CCH_8169.jpg

Jürg Niklaus

Dr. iur., LL.M., Rechtsanwalt

 

Ich verstehe mich als Jurist mit ausgeprägter Leidenschaft für ökonomische Zusammenhänge. Das Denken in Märkten und Wertschöpfungsketten hat mich schon früh geprägt. Als langjähriges Mitglied der Wettbewerbskommission und als ehemaliger Geschäftsführer einer breit aufgestellten, agrar- und handelspolitisch orientierten Interessengemeinschaft durfte ich diese Prägung während vieler Jahre zusätzlich vertiefen. Der Schwerpunkt meiner Tätigkeit liegt in Rechtsfragen rund um die Agrar- und Ernährungswirtschaft, zu denen ich auch regelmässig publiziere, vortrage und unterrichte. Ich schaue aber auch gerne über den Tellerrand hinaus. Je nach Bedarf finden Sie in mir den Troubleshooter oder den Konzepter. Die Zusammenarbeit mit Fachleuten aus anderen Lebensbereichen (Treuhand, Ingenieurwesen, Public Affairs usw.) erlebe ich als sehr fruchtbar. Ich ziehe bei Konflikten den diplomatischen Weg vor, scheue mich aber keinesfalls, bei Bedarf den Zweihänder hervorzuholen. Gleichgültigkeit, Arroganz und Zynismus kann ich nicht ertragen. Wenn sich die Parteien nach einer Auseinandersetzung wieder in die Augen schauen können, ist es besonders gut gelaufen.

Besondere Kompetenzen

  • Vertrags-, Gesellschafts- und Handelsrecht

  • Wirtschaftsverfassungs- und Wirtschaftsverwaltungsrecht

  • Agrarrecht, bäuerliches Bodenrecht, landwirtschaftliches Pachtrecht

  • Marktregulierungs- und Wettbewerbsrecht

  • Raumplanungs- und Baurecht

  • Umweltschutz- und Gewässerschutzrecht

  • Tierschutz-, Tierseuchen- und Veterinärrecht

  • Strafrecht

Sprachen

Deutsch, Französisch, Englisch

Ausbildung

2012

2011

2001

1999

1996

1992

1989

LL.M. in Europarecht, Universität Passau

Akademischer Europarechtsexperte, Universität Innsbruck

Anwaltszulassung, Kanton Zürich

Dr. iur., Universität St. Gallen

lic. iur., Universität St. Gallen

Maturité de type E, École Supérieure de Commerce de Neuchâtel

Diplôme de commerce, École Supérieure de Commerce de Neuchâtel

 

Berufliche Erfahrung

seit 2021

seit 2014

seit 2011

seit 2009

seit 2002

2008 - 2019

2004 - 2015

2002 - 2003

1998 - 2002

1996 - 1998

Präsident des Vereins "Sorten für morgen", Dübendorf

Dozent am Strickhof in Agrar- und Weinrecht, Lindau ZH

Mitglied Vorstand, später Vizepräsident Ekkharthof-Verein, Lengwil

Dozent an der ETH Zürich in internationaler Agrar- und Handelspolitik, Zürich

Selbstständige Anwaltspraxis, zuerst in Zürich, später in Dübendorf

Mitglied der Wettbewerbskommission (Weko), Bern

Mitarbeiter beim Schweizer Bauernverband (SBV), Brugg

Mitarbeiter bei Nobel & Hug Rechtsanwälte, Zürich

Assistenz am Lehrstuhl von Prof. Alfred Koller, Universität St. Gallen

Publikationen

2022

2019

2019

Tierschutzrecht in a nutshell (zusammen mit Lisa Käser und Maximiliane Lotz)

Kommentierung von Art. 27b LwG (Patentgeschützte Produktionsmittel und landwirtschaftliche Investitionsgüter) und 171a LwG (Gegengeschäfte marktbeherrschender Unternehmen), in: Roland Norer (Hrsg.), Landwirtschaftsgesetz (LwG), Bern 2019.

Strafrechtliche Sanktionen in der Landwirtschaft, in: Blätter für Agrarrecht, S. 119 ff.

2018

Landesbericht Schweiz zum Thema der Kommission I am Europäischen Agrarrechtskongress 2017 in Lille: «Wettbewerbsregeln in der Landwirtschaft», in: Blätter für Agrarrecht 2018, S. 19 ff.

2016

Kommentierung von Art. 59a-59d USG (Haftpflicht für Umweltschäden, inklusive pathogene Organismen), in: Willi Fischer/Thierry Luterbacher (Hrsg.), Haftpflichtkommentar, Kommentar zu den schweizerischen Haftpflichtbestimmungen, Zürich/St. Gallen 2016 (zusammen mit Morris Knecht).

2015

Flurbegehung durch das schweizerische Agrarkartellrecht, in: Schweizerische Juristen-Zeitung (SJZ) 2015, S. 1 ff. (zusammen mit Benjamin Zünd).

2012

Rechtsfragen des Handels mit Lebensmitteln im EU-Binnenmarkt – Bestandsaufnahme und Ausblick (Passau).

2002-2021

Weit über 100 Beiträge und Interviews zu verschiedenen Rechtsfragen der Agrar- und Ernährungswirtschaft, der Bauwirtschaft sowie der Verkehrswirtschaft in allgemeinen Zeitungen und in Branchenzeitschriften. Im Sommer 2021 bspw. eine Serie aus drei themenspezifischen Beiträgen im Schweizer Bauer zum Thema: Vom Umgang mit Bauwerkverträgen (zusammen mit Etienne Schwegler).

1999

Das Recht auf Ersatzvornahme gemäss Art. 366 Abs. 2 OR unter Einbezug anderer Rechte des Bestellers beim absehbaren Werkmangel, Dissertation St. Gallen 1999.